Zwischen den Jahren ist traditionell die Zeit, in der die internationalen Handballmeisterschaften stattfinden. Die Damen haben bereits im Dezember 2017 in Deutschland ihren Weltmeister – der Titel ging übrigens an die Französinnen – ausgespielt. Für die deutschen Ladies endete die Heim-WM (Aus im Achtelfinale) mit einer bitteren Enttäuschung. Vielleicht machen es die Herren der Schöpfung nun besser, denn vom 12 bis 28. Januar wird in Kroatien der Europameister gesucht. Es handelt sich dabei um die 13. Austragung des Turniers, das seit der Premiere 1994 im zweijährigen Turnus ausgetragen wird.

Die deutschen Bad Boys gehen als Titelverteidiger in dieses Turnier und gehören auch diesmal wieder zu den großen Favoriten. Allerdings gibt es einige Mannschaften, die den amtierenden Europameister vom Thron stoßen wollen. Für viele Experten ist Frankreich der Favorit, aufgrund des Heimvorteils wird aber auch Gastgeber Kroatien viel zugetraut. Der EM-Titel fehlt der Mannschaft um Superstar Domagoj Duvnjak vom THW Kiel noch und nach zwei Vizeeuropameisterschaften sowie zwei Bronzemedaillen soll vor den heißblütigen Fans nun endlich der große Wurf gelingen. Bei der EM werden auch Platz drei und Platz fünf in separaten Spielen ausgespielt, denn das Turnier ist relevant für die WM 2019. Die drei besten Mannschaften der diesjährigen EM erhalten nämlich automatisch einen Startplatz für die WM 2019 und können sich dementsprechend die mühsame Qualifikation sparen.

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Um den EM-Titel, die Medaillen sowie die Tickets für die Handball WM 2019 in Dänemark und Deutschland kämpfen dabei wieder 16 Nationalmannschaften. Neben Gastgeber Kroatien sind das die 15 besten Mannschaften Europas, die sich in der Qualifikation durchgesetzt haben und sich nun auf vier Vorrundengruppen (A bis D) verteilen. Nach dem Modus „jeder gegen jeden“ scheidet der jeweilige Gruppenletzte dann aus, ehe sowohl Gruppe A und B sowie Gruppe C und D zusammengelegt werden. Es ergeben sich anschließend sechs Teams pro Gruppe für die sogenannte Hauptrunde, in die die in der Vorrunde erzielten Punkte mitgenommen werden. Jede Nation muss also drei weitere Partien gegen die drei besten Teams der anderen Gruppe absolvieren, ehe die besten zwei Mannschaften pro Gruppe ins Halbfinale einziehen. Das große Endspiel steigt dann am Sonntag (28. Januar 2018) in Zagreb – aber mit welchen zwei Nationen?

KroatienSchweden Gruppe A mit Kroatien, Schweden, Serbien und Island – Spielort: Spaladium Arena in Split (12.500 Plätze)

Die kroatische Mannschaft gehört noch immer zu den großen Namen im Männerhandball, auch wenn die großen Erfolge schon eine ganze Zeit zurückliegen. Der Triumph bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen war der letzte große Titel der Kroaten. Jetzt soll vor eigenem Publikum wieder eine Trophäe her, die der zurückgeholte Erfolgstrainer Lino Cervar mit einer gut besetzten und erfahrenen Mannschaft holen will. Angeführt wird das kroatische Team vom Kieler Domagoj Duvnjak, der mit Igor Vori, Zlatko Horvat, Denis Buntic, Manuel Strlek oder Ivan Cupic zahlreiche Spieler von hoher Qualität an seiner Seite hat, die allesamt den Unterschied ausmachen können. Aber es bleibt die große Frage, ob und wie die Kroaten mit dem hohen Erfolgsdruck vor eigenem Publikum klarkommen. Rein von den Erfolgen sollte Schweden der größte Kontrahent der Gastgeber im Kampf um den Gruppensieg sein. Die Skandinavier haben ihre beste Zeit aber auch hinter sich – den letzten Titel gab es bei der EM 2002. Das Team verfügt derzeit nicht über die ganz großen Stars, doch viele Akteure stehen bei internationalen Topvereinen unter Vertrag. Erster Anwärter auf den EM-Sieg sind die Schweden sicherlich nicht, aber die Mannschaft von Trainer Kristjan Andresson könnte durchaus eine der positiven Überraschungen bei diesem Turnier werden und somit für Wetten interessant sein.

Die serbische Mannschaft wird mit Sicherheit bei der EM lautstarke Unterstützung von den zahlreichen mitgereisten Fans erfahren. Ob die Serben aber deswegen eine gute Rolle spielen können, ist zu bezweifeln. In der Qualifikation belegte das Team von Jovica Cvetkovic nur den zweiten Platz hinter Weißrussland. Die Serben haben den Anschluss an die europäische Spitze verloren, nachdem es 2012 bei der Heim-EM mit Rang zwei noch ein echtes Highlight gegeben hatte. Komplettiert wird die Gruppe A mit Island, die  über eine erfahrene Mannschaft verfügen, die aber längst nicht mehr so stark ist, wie noch vor einigen Jahren. Hinter Mazedonien und Tschechien reichte es in der Qualifikation nur zu Rang drei, doch als bester Gruppendritter konnten die Männer aus dem hohen Norden gerade noch das EM-Ticket lösen. Zu viel sollte man vom Team von Geir Sveinsson aber nicht erwarten und bei den Gegnern wäre schon das Überstehen der Vorrunde ein Erfolg.

Spielplan Gruppe A

12. Januar 2018 18:15 Uhr: Schweden – Island 20:30 Uhr: Kroatien – Serbien
14. Januar 2018 18:15 Uhr: Serbien – Schweden 20:30 Uhr: Island – Kroatien
16. Januar 2018 18:15 Uhr: Serbien – Island 20:30 Uhr: Kroatien – Schweden

ÖsterreichNorwegenWeißrusslandGruppe B mit Frankreich, Norwegen, Weißrussland und Österreich – Spielort: Sportska Dvorana Zatika in Porec (3.710 Plätze)

Das französische Team ist sicherlich der große Favorit in der Gruppe B. Die Equipe Tricolore hat in den letzten Jahren das Geschehen im Welthandball bestimmt. Zahlreiche WM- und EM-Trophäen sowie Olympische Goldmedaillen zieren die Vitrinen der französischen Mannschaft. Auch in Kroatien wird Frankreich wieder als Top-Favorit in das Turnier gehen. Das Team von Coach Didier Dinart hat zahlreiche Stars, allen voran natürlich Welthandballer Nikola Karabatic. Der Spielmacher wird flankiert von Luc Abalo, Valentin Porte, Michael Guigou oder Kentin Mahe. Nicht mehr mit dabei sind aber Daniel Narcisse und die Torwart-Legende Thierry Omeyer, doch mit Vincent Gerard steht ein adäquater Ersatz zwischen den Pfosten. Wenn der amtierende Weltmeister ins Rollen kommt, dann wird es für jede Mannschaft der Welt schwer, Karabatic & Co. zu stoppen. Der stärkste Kontrahent im Kampf um den Gruppensieg dürften die Norweger sein, die man bereits aus der Qualifikation bestens kennt. Einmal gewann Frankreich, einmal Norwegen, was zeigt, wie gefährlich die Skandinavier sein können. Die Norweger um Kreisläufer Bjarte Myrhol und den wurfgewaltigen Rückraumspieler Sander Sagosen sind sicherlich ein Geheimtipp bei dieser EM. Die Gruppenphase sollte im Normalfall keine große Hürde sein und dann wird sich zeigen, wie weit der Weg für das Team von Christian Berge diesmal gehen kann.

Das Team aus Weißrussland ist schwer einzuschätzen, denn die meisten Akteure stehen bei Klubs in der Heimat oder in der Ukraine unter Vertrag. Das sind bekanntlich nicht die Teams, die im Europapokal für Furore sorgen, aber immerhin konnte sich die Mannschaft von Yuri Shevtsov nun bereits zum dritten Mal in Folge für eine EM qualifizieren. Der langjährige Bundesligatrainer hatte bei all seinen Vereinen Erfolg und ist für seinen Tempohandball bekannt. Und wer sich in der Qualifikation gegen Serbien, Rumänien und Polen durchsetzen konnte, sollte nicht unterschätzt werden. Daraus folgt, dass es für unseren Nachbarn Österreich sehr schwer sein wird, die Vorrunde zu überstehen. Zum dritten Mal ist die ÖHB-Auswahl nun bei einer EM dabei und zu gerne würde Coach Patrekur Johannesson seine Mannschaft in die Hauptrunde führen.

Spielplan Gruppe B

12. Januar 2018 18:15 Uhr: Weißrussland – Österreich 20:30 Uhr: Frankreich – Norwegen
14. Januar 2018 18:15 Uhr: Österreich – Frankreich 20:30 Uhr: Norwegen – Weißrussland
16. Januar 2018 18:15 Uhr: Frankreich – Weißrussland 20:30 Uhr: Norwegen – Österreich

DeutschlandSlowenienMazedonienMontenegroGruppe C mit Deutschland, Mazedonien, Montenegro und Slowenien – Spielort: Arena Zagreb (15.200 Plätze)

Die Europameisterschaft in Kroatien ist die Nagelprobe für Christian Prokop. Der Nachfolger von Dagur Sigurdsson geht in sein erstes großes Turnier als Bundestrainer. Bereits im Vorfeld musste er harte Entscheidungen bei der Nominierung treffen und strich die Europameister Rune Dahmke, Finn Lemke und Fabian Wiede aus dem EM-Kader. Die große personelle Auswahl zeigt aber auch, dass Christian Prokop einen Kader beisammen hat, der in der Lage ist, wieder um den EM-Titel mitzuspielen. Das ist auch das Ziel des ehrgeizigen Coaches: „Wir gehören mit mehreren Nationen zum Favoritenkreis.“ Das Semifinale sollte das Minimalziel sein und dafür müssen die Bad Boys gleich gut in das Turnier starten. Einer der deutschen Kontrahenten in der Vorrunde ist Mazedonien, die mehr als nur Shooter Kiril Lazarov zu bieten haben. Viele Akteure sind in der Bundesliga aktiv und ansonsten stehen noch einige Spieler bei Vardar Skopje, dem amtierenden Champions League-Sieger unter Vertrag. Mazedonien, das sich in der Qualifikation gegen die beiden EM-Teilnehmer aus Tschechien und Island durchsetzen konnte, ist auf alle Fälle ein Kandidat für die Zwischenrunde.

Auftaktgegner der deutschen Mannschaft ist Montenegro, das bei den letzten beiden Europameisterschaften jeweils Letzter wurde. Für den Außenseiter kann daher nur das Überstehen der Vorrunde das Ziel sein, doch angesichts der nachbarschaftlichen Konkurrenz mit Mazedonien und Slowenien sowie Europameister Deutschland dürfte es für das Team von Dragan Dukic sehr schwer werden. Denn auch Slowenien ist auf dem Papier stärker einzuschätzen, schließlich kommt die Mannschaft von Veselin Vujovic mit Platz drei bei der WM 2017 im Rücken nach Kroatien. Das junge Team ist hoch veranlagt und hat mit Vid Kavticnik und Marko Bezjak zwei erfahrene Leader im Team, die vorangehen und die Mannschaft führen. Slowenien ist vielleicht sogar ein Geheimtipp, wenn es um die Medaillenkandidaten geht. In der Qualifikation kassierten die Slowenen allerdings zwei deutliche Niederlagen gegen Deutschland und werden daher bei der Endrunde umso mehr auf Revanche brennen.

Spielplan Gruppe C

13. Januar 2018 17:15 Uhr: Deutschland – Montenegro 19:30 Uhr: Mazedonien – Slowenien
15. Januar 2018 18:15 Uhr: Slowenien – Deutschland 20:30 Uhr: Montenegro – Mazedonien
16. Januar 2018 18:15 Uhr: Deutschland – Mazedonien 20:30 Uhr: Montenegro – Slowenien

 

SpanienDänemarkTschechienUngarnGruppe D mit Spanien, Dänemark, Tschechien und Ungarn – Spielort: Gradska Dvorana Varazdin (5.200 Plätze)

Bei jedem großen Turnier gibt es eine sogenannte Todesgruppe. Diesmal ist es die Gruppe D, in der es zum Kracher zwischen den beiden Titelaspiranten Spanien und Dänemark kommt. Die Spanier sind bekanntlich immer für eine Medaille gut. 2013 gab es WM-Gold und 2016 holten sich die Iberer EM-Silber. Daher muss man die Mannschaft von Trainer Jordi Ribera auf jeden Fall auf dem Zettel haben, denn beinahe der gesamte Kader spielt bei Topklubs in Europa. Herausragend sind dabei vor allem die beiden Rückraumspieler Raul Enterrios und Alex Duschebajew sowie der kaum zu stoppende Kreisläufer Julen Aguinagalde. Ein Vorteil für die Spanier könnte sein, dass sie in dieser schweren Gruppe gleich voll fokussiert sein müssen. Gleiches gilt natürlich auch für den Olympiasieger aus Dänemark, der mit Mikkel Hansen einen absoluten Topstar in seinen Reihen hat. Generell verfügt der neue Coach Nikolaj Jacobsen, der als Meistermacher der Rhein Neckar Löwen in Deutschland bestens bekannt ist,  über eine großartige Mannschaft mit enormer individueller Qualität auf allen Positionen. Es dürfte also nur darum gehen, wer von den beiden Top-Nationen am Ende als Gruppensieger in die Hauptrunde gehen kann.

Tschechien muss bei der Endrunde ohne Filip Jicha auskommen, der im vergangenen Sommer seine Karriere beendet hat.  Dafür müssen nun andere Spieler die Verantwortung übernehmen und vor dem Hintergrund der Übermacht von Spanien und Dänemark scheint maximal Platz drei möglich zu sein. Genau das ist auch das Ziel der Ungarn, die zwar mit Pick Szeged und MVM Veszprem zwei großartige Klubs haben, aber als Nationalmannschaft in den letzten Jahren der Musik doch mehr oder weniger hinterhergelaufen sind. Selbst das Überstehen der Vorrunde dürfte für das Team von Ljubomir Vranjes, der jahrelang bei der SG Flensburg-Handewitt für Erfolge gesorgt hat, kein Spaziergang werden.

Spielplan Gruppe D

13. Januar 2018 18:15 Uhr: Spanien – Tschechien 20:30 Uhr: Dänemark – Ungarn
15. Januar 2018 18:15 Uhr: Ungarn – Spanien 20:30 Uhr: Tschechien – Dänemark
17. Januar 2018 18:15 Uhr: Tschechien – Ungarn 20:30 Uhr: Spanien – Dänemark

Der Spielplan der Hauptrunde

Nach der Vorrunde geht es bei der EM mit der Hauptrunde weiter, in der noch 12 von 16 Mannschaften dabei sind. Gruppe I besteht dabei aus den je drei besten Teams der Gruppe A und B, während in Gruppe II C1 bis C3 sowie D1 bis D3 vertreten sein werden. Nachdem alle Mannschaften drei weitere Matches gespielt haben und die jeweils besten zwei Teams feststehen, stehen die Halbfinals  im K.o.-Modus auf dem Programm. Hier der Terminplan:

  • Donnerstag (18.01.) bis einschließlich Mittwoch (24.01.): Hauptrunde
  • Freitag (26.01.): Halbfinale
  • Sonntag (28.01.) Spiel um Platz 3 und Finale

Die Favoriten bei der Handball-EM 2018

Obwohl die Schweden zum bereits zwölften Mal bei einer Handball-EM mit dabei sind und liebend gerne ihren Status als Rekordsieger ausbauen würden – aktuell führen die Skandinavier mit vier gewonnenen Titeln die ewige Bestenliste an – rechnen wir dem Drei-Kronen-Team dieses Jahr maximal Außenseiterchancen auf den Titel aus. Ebenso schwer dürfte es für den amtierenden Vizeeuropameister Spanien werden, der trotz vier Endspiel-Teilnahmen noch nie den Siegerpokal hochstemmen konnte. Bei schwerer Auslosung dürfte es dieses Mal sogar mit dem Halbfinale eine sehr schwierige Angelegenheit für die Sudeuropäer werden.

Wir sehen vielmehr einen spannenden Vierkampf zwischen Topfavorit Frankreich, Gastgeber Kroatien, Titelverteidiger Deutschland sowie dem amtierenden Olympiasieger Dänemark. Schließlich gab es letztmals im Jahr 2002 einen Gesamtsieger bei einer Handball-Europameisterschaft, der nicht Frankreich, Deutschland oder Dänemark hieß. Aus diesem Grund haben wir diese drei Topnationen sowie den im eigenen Land besonders motivierten Gastgeber Kroatien genauer unter die Lupe genommen.

Frankreich: Alle vier Jahre klappt es mit dem Titel – auch diesmal?

Es ist inzwischen so eine Art Muster geworden, dass „Les Experts“, wie sich die Mannschaft von Didier Dinart und Guillaume Gille auch nennt, alle vier Jahre den EM-Titel gewinnt. Beginnend mit der ersten gewonnenen Europameisterschaft im Jahr 2006 in der Schweiz siegte Frankreich anschließend 2010 in Österreich und zuletzt 2014 in Dänemark. In dieses Muster würde der vierte Titel, mit dem man übrigens zu Rekordsieger Schweden in der ewigen Bestenliste aufschließen würde, natürlich geradezu perfekt zur EM 2018 hier in Kroatien passen. Und dann wäre da ja auch noch die Erinnerung an die Weltmeisterschaft 2017, bei der Frankreich im eigenen Land als Topfavorit angetreten war und dem Druck souverän standhielt. Nicht nur alle fünf Gruppenspiele wurden klar gewonnen, sondern auch im Finale gegen Norwegen gab es einen klaren Erfolg mit sieben Toren Differenz. Die Quote von 3,25 auf den französischen Gesamtsieg unterstreicht dabei auch für die diesjährige EM wieder, dass mit Frankreich unbedingt gerechnet werden muss.

Kroatien: Klappt es im eigenen Land endlich mit dem großen Wurf?

Kroatien

Zwar hat Kroatien 1996 und 2004 schon zwei Mal die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewonnen und konnte sich 2003 in einem Turnier, in dem wirklich alles passte, zum Weltmeister krönen, dennoch ist die verhältnismäßig kurze Historie des Landes vor allem mit zweiten und dritten Plätzen gefüllt. Drei Vizeweltmeisterschaften sowie zwei Mal der Titel des Vizeeuropameisters auf der einen Seite und gleich drei dritte Plätze bei der EM sowie jeweils ein dritter Platz bei Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen auf der anderen Seite verweisen darauf, dass die Cowboys zwar regelmäßig oben mit dabei sind, aber gerade bei Europameisterschaften noch nie der ganz große Wurf gelang. So ist eben dieser EM-Titel der letzte große Triumph, der der kroatischen Nationalmannschaft noch fehlt, weshalb sich die Auswahl von Lino Cervar gerade in der eigenen Heimat nun besonders viel vorgenommen hat. Und besonders im Handball spielt der Heimvorteil spielt eine große Rolle, so dass Kroatien zur Quote von 3,75 für uns ein heißer Kandidat auf den Titel ist.

Dänemark: Wieder ein Aussetzer oder geht es Richtung Titel?

Dänemark

Dass die dänische Nationalmannschaft bei einer Quote von 5,50 für den dritten EM-Titel nach 2008 und 2012 hier seitens der Buchmacher doch deutlich hinter den beiden Topfavoriten Frankreich und Kroatien gesehen wird, liegt sicher ein Stück weit auch daran, dass es sowohl bei der EM 2016 vor zwei Jahren als auch bei der letztjährigen WM gewaltige Aussetzer gab. Vor zwei Jahren war man noch mit drei Siegen aus der Vorrunde mit einem Bein im Halbfinale befindlich in die Zwischenrunde eingezogen, wo nach dem Sieg gegen Spanien alles klar zu sein schien, ehe ein Remis gegen Schweden und eine abschließende Niederlage gegen Deutschland doch noch das Aus in der besiegelt hatte. Und letztes Jahr bei der WM in Frankreich ein ähnliches Bild. Zunächst ging es für die Auswahl von Nikolaj Bredahl Jacobsen mit fünf Siegen aus fünf Spielen als klarer Gruppensieger in die K.-o.-Phase, wo dann prompt im Achtelfinale gegen Ungarn, das zuvor in der Gruppe C mit zwei Siegen und drei Niederlagen nur knapp als Vierter noch weitergekommen war, eine schmerzvolle 25:27-Niederlage hingenommen werden musste. Grundsätzlich spricht zu einer gewinnbringenden Quote von 5,50 nichts gegen einen Tipp auf die Dänen, die in der Gruppe D der große Favorit auf den Gruppensieg in der Vorrunde sind. Aber man sollte im Hinterkopf haben, dass die Dänen zuletzt nicht immer nervenstark waren, als es drauf ankam.

Deutschland: Können die „Bad Boys“ wieder alle überraschen?

DeutschlandDass Deutschland als Titelverteidiger in dieses Turnier geht, war sicherlich eine große Überraschung, da man die damals noch vom Isländer Dagur Sigurdsson trainierten Bad Boys nicht wirklich auf dem Schirm gehabt hatte. Mittlerweile hat Christian Prokop das übernommen und konnte zumindest in der Qualifikation einen glasklaren Gruppensieg einfahren, durch den die DHB-Auswahl vorzeitig für das Turnier qualifiziert war. Auch hier rechnen wir Deutschland gute Chancen aus und sobald Sie eine Eintrittswahrscheinlichkeit des dritten deutschen EM Titels bei mindestens 15% sehen, ginge die Wette bei attraktiver Quote von 7,00 mit einem positiven Erwartungswert einher und sollte unbedingt getippt werden.

Die Netbet-Quoten bei der Handball-EM 2018 (Stand 11.01.2018)

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