Deutschland verliert Krimi mit 25:26 gegen Dänemark

Wahnsinn in Zagreb! Videobeweis rettet Deutschland Unentschieden gegen Slowenien
Foto: EHF Euro / Twitter

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat ihre erste Niederlage bei der Handball-EM 2018 kassiert. Am 2. Hauptrunden-Spieltag mussten sich die Bad Boys in einer packende Partie mit 25:26 (9:8) gegen Olympiasieger Dänemark geschlagen geben. Durch die Niederlage hat die DHB-Auswahl den Einzug ins Halbfinale nicht mehr in der eigenen Hand.

Zwei Tage nach dem 22:19-Arbeitssieg gegen Tschechien hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft einen herben Dämpfer in Sachen Titelverteidigung kassiert. Das Team von Bundestrainer musste sich am Sonntagabend in einer packenden Partie mit 25:26 gegen Dänemark geschlagen geben. Durch die erste Turnierniederlage bei der Handball-EM 2018 sind die Chancen auf einen Einzug ins Halbfinale „dramatisch“ gesunken. Aus der eigenen Kraft können die Bad Boys den Sprung in die Runde der letzten vier nicht mehr schaffen.

Starke erste Halbzeit reicht am Ende nicht

Deutschland hat einen „miserablen“ Start in das Spiel erwischt und lag nach vier Minuten mit 0:2 in Rückstand und brauchte satte neun Minuten um selbst den ersten Treffer der Partie zu erzielen. Durch zwei schnelle Tor von Uwe Gensheimer und Julian Kühn glich die DHB-Auswahl binnen weniger Sekunden aus.

Im weiteren Spielverlauf entwickelte sich eine regelrechte „Defensivschlacht“, auf beiden Seiten der Platte. Sowohl die deutschen Handballer, aber auch die Skandinavier taten sich äußerst schwer in der eigenen Offensive. In der 24. Minute brachte Steffen Weinhold Deutschland erstmals mit 7:6 in Führung und Deutschland konnte diese knappe Führung auch in die Halbzeitpause retten, als man mit 9:8 in Front lag.

Dänemark gewinnt „Wettschießen“ nach dem Seitenwechsel

Nach dem Seitenwechsel erhöhten beide Mannschaft deutlich das Tempo und vor allem ihre Effizienz in der Offensive. Nach 40 Minuten lag Deutschland beim Spielstand von 15:14 weiterhin mit +1 in Front und zu diesem Zeitpunkt sah es aus, als könnten die Deutschen die favorisierten Dänen besiegen. In der Schlussphase kippte die Partie jedoch, leider zu Gunsten von Dänemark. In der 48. Minute brachte Morten Toft Olsen die Skandinavier erstmals in der zweiten Hälfte mit 18:17 in Führung und ließ diese bis zum Ende nicht mehr aus den Händen. In der 53. Minute erhöhte man auf +3 und allen voran Superstar Mikkel Hansen übernahm in dieser entscheidenden Phase des Spiels immer mehr Verantwortung für die Dänen.

90 Sekunden vor dem Ende des Spiels lag Dänemark weiterhin mit +3 in Führung. Ein 2:0-Lauf Deutschland verkürzte das Ergebnis nochmals auf 25:26, am Ende blieb es jedoch bei der knappen Niederlage für die Bad Boys.

Bester Werfer auf deutscher Seite war Julius Kühn, der auf 6 Treffer bei 9 Versuchen kam. Auch Steffen Weinhold zeigte mit 5 Toren bei 7 Versuchen eine starke Leistung. Im deutschen Tor parierte Andreas Wolff 11 Würfe und kam damit auf eine solide Quote von 35 Prozent. Silvio Heinevetter hingegen erwischte einen gebrauchten Tag und konnte keinen Ball parieren.

Bei den Dänen avancierte Hans Lindberg mit 9 Toren aus 11 Versuchen zum Matchwinner und wurde am Ende auch verdient zum player of the game gewählt. Mikkel Hansen kam auf 5 Treffer, brauchte dafür jedoch immerhin 10 Versuche. Niklas Landin im dänischen Tor kam auf 9 Paraden und eine Quote von 31 % gehaltener Würfe.

Die Stimmen zum Spiel

Linksaußen Rune Dahnke, der erst vor dem Spiel zum deutschen Kader gestoßen ist haderte nach dem Spiel mit dem fehlenden Glück: „Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass wir es packen. Ich bin ein bisschen sprachlos. Wenn es im gesamten Turnier schon nicht so richtig läuft, fehlt dann vielleicht auch das Quäntchen Glück.“

Laut Teammanager Oliver Roggisch fehlt es an der nötigen Lockerheit, allen voran in der Schlussphase: „Wir sind noch nicht locker genug. Wir benötigen aber diese Lockerheit.“

Durch die Niederlage hat Deutschland den Einzug ins Halbfinale nicht mehr in der eigenen Hand und ist auf die Schützenhilfe von Spanien und Dänemark angewiesen. Darüber hinaus kommt es am kommenden Mittwoch, am letzten Hauptrunden-Spieltag zu einem echten Endspiel gegen Spanien. Nur mit einem Sieg kann man sich noch die Chancen auf den Einzug in die Runde der letzten vier sichern.