DHB bewirbt sich um die Handball-Europameisterschaften 2022 und 2024

DHB: Handball-Europameisterschaft 2022
Foto: D.roller.saparena / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

Der Deutsche Handball-Bund will nach der WM 2007 erneut ein großes Turnier austragen. Wie der DHB heute bekannt gab, möchte man sich gemeinsam mit Dänemark und der Schweiz um die Ausrichtung der Handball-Europameisterschaft 2022 bewerben. Sollte die gemeinsame Bewerbung nicht klappen, ist eine alleinige Bewerbung für 2024 geplant.

Paukenschlag beim Deutschen Handball-Bund. Wie der DHB heute bekannt gab, möchte man nach der Weltmeisterschaft 2007 erneut ein großes Turnier ausrichten. Der DHB möchte gemeinsam mit der Schweiz und Dänemark die Handball-Europameisterschaft 2022 austragen. Sollte diese Bewerbung scheitern, plant man alternativ eine alleinige Bewerbung für die Endrunde 2024.

Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes, äußerte sich wie folgt dazu: „Angesichts der Organisation von zwei Weltmeisterschaften ist es folgerichtig, dass wir uns intensiv mit weiteren internationalen Wettbewerben beschäftigen. Eine EHF EURO zählt zu den attraktivsten Formaten, mit denen wir dem Handball in Deutschland eine weitere hochwertige Plattform bieten können. Für Sportdeutschland wäre eine EHF EURO eine Attraktion.“

Eine Männer-EM wurde bisher noch nie in Deutschland ausgetragen. 1994 hat der DHB die EM-Endrunde der Frauen ausgerichtet. Eine Bewerbung für die EM 2012 blieb ohne Erfolg.

Durch einen sog. „Letter of Intent“ hat der DHB den ersten Schritt im Bewerbungsverfahren für die Turniere 2022 und 2024, die jeweils mit 24 Mannschaften ausgetragen werden getätigt. Detaillierte Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 1. November 2017 bei der EHF eingereicht werden. Über die Vergabe der Europameisterschaften entscheidet der EHF-Kongress dann im Juni 2018. Die EM 2018 in Kroatien findet mit letztmals 16 Mannschaften statt. Die EURO 2020 wird mit erstmals 24 Mannschaften in Österreich, Norwegen und Schweden ausgetragen.

Gerüchten zu Folge planen neben Deutschland, Dänemark und der Schweiz auch Spanien, Frankreich und Belgien sowie Ungarn, Tschechien und die Slowakei jeweils gemeinschaftliche Kandidaturen.