Gibt es ein neues „Wintermärchen“ 2018 in Zagreb?

Handball-EM 2018: Arena Zagreb
Foto: Michael Panse / Wikipedia (CC BY-SA 3.0 DE)

2016 hat sich der Männer-Handball durch seine sensationelle Titel-Errungenschaft wieder in die sportliche und mediale Öffentlichkeit in Deutschland katapultiert. Handball-Deutschland wurde Europameister und schwebte auf Wolke sieben. Nun hoffen alle auf eine Wiederholung des damaligen „Wintermärchens“ im kommenden Jahr in Kroatien.

Vom 12. bis 28. Januar findet das Turnier in Kroatien statt, wobei sich der Gastgeber automatisch für die EM qualifiziert hat. Es ist bereits die zweite EM, die in Südosteuropa ausgetragen wird, wobei Kroatien auch bereits im Jahr 2009 Gastgeber der Handball-WM war. 2018 im Januar werden insgesamt 16 Mannschaften in der Endrunde der Europameisterschaft teilnehmen.

„Wintermärchen“ 2016

Das „Wintermärchen“ von 2016 bescherte dem Deutschen Handball-Team nach einem souveränen 24:17 im Finale über Spanien den Europameistertitel im Gastgeberland Polen. Die deutschen Handballer waren mit einem jungen und wegen einer Verletzungsserie neu zusammengestellten Team in Krakau angetreten. Aber dennoch: Mit einem brillanten Sieghunger und einem sympathisch auftretenden Team wurde souverän der europäische Titel geholt. Die Mannschaft kämpfte, rackerte, sie war voller Emotionen und Leidenschaft und konnte allen Widrigkeiten trotzten.

Ob dieses „Wintermärchen“ zu wiederholen ist oder ob Kroatien seine Turnier-Titel bei der EM 2018 vervollständigt, wird sich zeigen. Die Auslosung der Europameisterschaft in Kroatien (EHF EURO) ergibt für die deutsche Handball-Nationalmannschaft jedenfalls eine eigentlich lösbare Vorrunden-Gruppe, die in Zagreb ausgetragen wird. Als europäischer Titelverteidiger müssen die „bad boys“ gegen Mazedonien, Montenegro und Slowenien antreten. Für die EM-Endrunde sind neben Deutschland und Kroatien folgende Teams qualifiziert: Dänemark, Frankreich, Slowenien, Island, Tschechien, Spanien, Schweden, Ungarn, Weißrussland, Serbien, Österreich, Montenegro, Norwegen und Mazedonien.

In den Qualifikationsrunden, die vom Oktober 2014 bis Juni 2017 stattfanden, haben sich die deutschen Handballer gut geschlagen und sich ihr EM-Ticket bravourös erspielt. Immerhin wurden alle sechs qualifizierenden Begegnungen gewonnen.

Kroatien – Gastgeber und Titeljäger

Bei der WM 2003 und bei den Olympischen Spielen 1996 und 2000 haben sich die Kroaten nahezu alles an Titeln und Preisen im internationalen Handball erkämpft. Nur der Europameisterschafts-Titel fehlt den kroatischen Handballern noch, die von den Fans „Cowboys“ genannt werden. Im Jahr 2008 sowie zwei Jahre später, standen sie kurz vor dem Titel, mussten sich dann aber in den Endspielen geschlagen geben. Natürlich möchte die kroatische Mannschaft im eigenen Land vor ihren Anhängern einen Titelsieg feiern.

Kroatien 2018 – Mission Titelverteidigung

Als aktueller Europameister gilt das deutsche Nationalmannschafts-Team in Kroatien natürlich zum engeren Kreis der Favoriten. Aber, anders als bei der EM in Polenwird das Team im nächsten Jahr als Titelverteidiger bei der EM wesentlich anders von den Gegnern wahrgenommen.

In der Vorrunde treffen die deutschen Handballer von Coach Christian Prokop auf das Team des WM-Drittplatzierten Slowenien, Montenegro und Mazedonien. Deutschland hat damit drei Teams aus Südosteuropa als Gegner, die alle mit einer großen Fan-Unterstützung anreisen werden. Deutschland läuft mit einem der weltbesten Handball-Linksaußen auf, der die Mannschaft auch als Kapitän anführen wird: Uwe Gensheimer. Im Tor wird es zwei absolute Spitzensportler geben – Andreas Wolff vom THW Kiel und Silvio Heinevetter von den Berliner Füchsen.

Im Januar wird es aber nicht nur für die Handball-Fans total spannend, sondern auch für die Wettfreunde. Sie können es kaum abwarten, wie die „bad boys“ ihre Mission Titelverteidigung lösen und angehen werden. Da ist viel Luft, um Wetten in alle Richtungen abzuschließen. Wer sich beste Wettquoten für eine oder mehrere Handball-Wetten bei einem Buchmacher sichern möchte, wird auf den Seiten von auf sportwette.net fündig werden.

Kroatien 2018 – die Spielorte

In insgesamt vier kroatischen Städten wird die Handball-EM 2018 ausgetragen: Porex, Varazdin, Zagreb und Split. Die Zuschauer können sich schon jetzt auf zwei abwechslungsreiche und spannende Handball-Wochen freuen. Die vier Orte liegen zwar über das ganze Land verstreut, aber mit dem Auto sind sie in nur wenigen Stunden erreichbar. Porec liegt auf der Halbinsel Istrien und Split südlich der Region Dalmatien. Es sind zwei Küstenstädte,  Varazdin und Zagreb befinden sich im Landesinneren.

Kroatiens Hauptstadt Zagreb wird eine besondere Rolle während des Turniers spielen, denn Zagreb ist auch die Hochburg des kroatischen Handballs. Daher ist es selbstverständlich, dass die EM 2018 in der Zagreb Arena am 12. Januar startet und das Endspiel (28. Januar 2018) ebenfalls in der Hauptstatt stattfindet.

Die Zagreb Arena ist eine Multifunktionshalle, die rund 17.000 Zuschauer aufnehmen kann und schon bei der WM 2009 eingesetzt wurde. In Split steht die zweigrößte Sporthalle: Die Spaladium Arena für rund 12.000 Fans. Die Zatika Sporthalle in Porec hat ein Fassungsvermögen für rund 3.700 Zuschauer und ist die kleinste Sporthalle in Kroatien. Die Stadthalle in Varazdin verfügt über eine Zuschauer-Kapazität von rund 6.000 Zuschauern und wird regelmäßig für Sportveranstaltungen Ereignisse genutzt.