Kiril Lazarov führt Mazedonien zum 25:24-Sieg gegen Slowenien

Kiril Lazarov führt Mazedonien zum 25:24-Sieg gegen Slowenien
Foto: EHF Euro / Twitter

Neben Deutschland hat auch Mazedonien in der Vorrundengruppe C einen gelungen Start in die Handball-EM 2018 gefeiert. Kiril Lazarov & Co. setzen sich zum Auftakt der EM mit 25:24 gegen Slowenien durch. Der Star vom HBC Nantes kam am Ende auf 7 Tore und war damit maßgeblich an dem Erfolg seiner Mannschaft beteiligt. Dessen Bruder Filip erzielte entscheidende Tor für Mazedonien.

Deutschland gilt als der größte Favorit auf den Gruppensieg in der Vorrundengruppe C. Dahinter wird es packendes Rennen um den Platz zwischen Mazedonien, Slowenien und Montenegro. Durch die deutlich 19:32-Pleite gegen die DHB-Auswahl hat Montenegro einen herben Rückschlag hinnehmen müssen mit Blick auf den Einzug in die Zwischenrunde. Mazedonien hingegen hat zum Auftakt der EURO direkt einen Big Point gefeiert und sich in einem knappen Spiel mit 25:24 gegen Slowenien durchgesetzt.

Lazarov führt Mazedonien zum knappen Erfolg vor einer packende Atmosphäre in Zagreb

In Mazedonien wurde die EURO 2018 in Kroatien quasi wie eine Heim-EM gefeiert, denn tausende von Mazedonien haben sich auf den Weg gemacht ins nahe gelegene „Nachbarland“ um ihre Mannschaft zu unterstützen. Die Zagreb Arena war im Duell zwischen Mazedonien und Slowenien restlos ausverkauft, denn auch die Slowenen waren zahlreich erschienen und die knapp 15.000 Zuschauer erlebten eine packende Begegnung.

Slowenien erwischte einen minimal besseren Start und lag in der ersten Hälfte in der Regel mit 2-3 Toren in Vorsprung. Doch kurz vor dem Pausenpfiff kämpfte sich Mazedonien nochmals ran und so stand es 11:11-Unentschieden nach 30. Minuten.

Im zweiten Spielabschnitt drehte sich plötzlich das Bild und Mazedonien zog mit einem 4:0-Lauf binnen drei Minuten auf 15:11 davon. Aber auch Slowenien steckte den Kopf nicht in den Sand und glich in der 44. Minute wieder zum 17:17 aus.

Das Team von Veselin Vujovic konnte sogar erneut in Führung gehen und fünf Minuten vor dem Ende lag Slowenien weiterhin mit einem Treffer in Front. Doch nach einer 2-Minuten-Strafe für Blagotinsek war Mazedonien zur Stelle und nutze die Überzahl eiskalt aus. Lazarov glich in der 56. zum 24:24 aus. Kurz darauf brachte dessen Bruder Filip Mazedonien aus 6 Metern vom Kreis mit 25:24 in Führung. Die wenigstens Fans hätten wohl damit gerechnet, dass der Treffer in der 57 Minute der letzte und damit zugleich entscheidende Treffer des Spiels bleiben würde. Doch Slowenien erzielte in den Schlussminuten kein Tor mehr, genau wie Mazedonien, so dass es am Ende beim 25:24 für Lazarov und Co. blieb.

Mit 7 Treffern war Kiril Lazarov der Top-Scorer auf Seiten von Mazedonien. Seine Wurfquote von 50 Prozent ist jedoch eindeutig verbesserungswürdig. Auch Nikola Mitrevski zeigte mit 9 Paraden bei 20 Versuchen und einer Quote von 45 Prozent eine bärsenstarke Leistung für Mazdeonien. Bei Slowenien war Ziga Mlakar mit 4 Toren bei 8 Versuchen der treffsicherste Spieler.

Während Mazedonien am kommenden Montag auf Montenegro trifft und sich mit einem Sieg vorzeitig für die Zwischenrunde qualifizieren kann, bekommt es Slowenien mit Deutschland zu tun. Bei einer erneuten Niederlage droht dem WM-Dritten von 2017 das frühe EM-Aus.