Mazedonien und Spanien lösen das Ticket für die Hauptrunde

Kiril Lazarov führt Mazedonien zum 25:24-Sieg gegen Slowenien
Foto: EHF Euro / Twitter

Die mazedonische und spanische Nationalmannschaft haben sich vorzeitig für die Hauptrunde bei der Handball-EM 2018 qualifiziert. Während Mazedonien einen 29:28-Erfolg im Balkan-Derby gefeiert hat, setzte sich Spanien mit 27:25 gegen Spanien durch.

Der gestrige Spieltag bei der Handball-EM 2018 hatte es in sich. Nach dem Drama beim 25:25-Unentschieden zwischen Deutschland und Slowenien, sowie dem Sensationssieg der Tschechen gegen Dänemark, waren auch die beiden anderen Partien des Tages durchaus spannend bis zum Schluss.

Mazedonien behält am Ende die Nerven

Mit einem 25:24-Last Minute-Sieg gegen Slowenien hat Mazedonien einen gelungen Auftakt in die EURO 2018 gefeiert. Auch das zweite Vorrundenspiel endete hauch dünn mit 29:28 für die mazedonischen Handballer, die das Spiel gegen Montenegro über weite Strecken der Partie jedoch im Griff hatten.

In der ersten Hälfte entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, bei dem sich Montenegro sichtlich besser präsentiert hat, als noch bei der 19:32-Niederlage gegen Deutschland. Zur Halbzeitpause lag man mit 16:15 sogar mit +1 in Front. Nach dem Seitenwechsel übernahm jedoch Mazedonien die Kontrolle über das Spiel. Ab der 40. Minute kippte es zu Gunsten von Kiril Lazarov & Co., durch einen 4:0-Lauf binnen sechs Minuten zog Mazedonien auf 24:20 davon. Diesen Vorsprung konnte man bis zum Ende halten, auch wenn dieser letztendlich auf lediglich +1 schrumpfte.

Bester Werfer auf Seiten der Mazedonen war Filip Kuzmanovski, der auf insgesamt 5 Tore bei 8 Versuchen kam. Superstar Kiril Lazarov erwischte keinen allzu guten Tag und kam am Ende auf 4 Treffer bei 9 Versuchen und damit auf eine Wurfquote von unter 50 Prozent. Bei Montenegro erwischte Stefan Cavor einen guten Abend und legte 6 Tore bei 8 Versuchen auf.

In der Gruppe C sind viele Entscheidungen bereits gefallen. Mazedonien und Deutschland haben sich bereits vorzeitig für die Hauptrunde qualifiziert. Im direkten Duell am letzten Vorrundenspieltag wird sich entscheiden wer als Tabellenerster die Gruppenphase beendet. Montenegro hingegen hat ebenfalls noch Chancen auf ein Weiterkommen, benötigt hierfür jedoch einen Sieg gegen Slowenien am Mittwoch.

Spanien und Ungarn liefern sich ein packendes Duell

Nach dem souveränen 32:15-Kantersieg gegen Tschechien zum Auftakt der EM, tat sich Spanien beim gestrigen 27:25 gegen Ungarn deutlich schwerer. In der ersten Hälfte entwickelte sich das erwartete, knappe Spiel zwischen den beiden Mannschaften, bei der sich kein Team wirklich absetzen konnte. Spanien lag zwischenzeitlich mit +3 in Front, zur Halbzeitpause stand es jedoch nur 13:12 für die Iberer.

Auch im zweiten Spielabschnitt blieb es zunächst eng, Ungarn ließ sich nicht abschütteln und hielt immer wieder dagegen. Nach 45 Minuten stand es 22:22-Unentschieden. Auch zwei Minuten vor dem Ende der Partie lagen die Spaniern nur mit 26:25 in Front, doch eine Zeitstrafe für Patrik Ligetvari 30 Sekunden vor dem Ende des Spiels sorgte für die Entscheidung. Spanien nutzte die Überzahl eiskalt aus und sicherte sich am Ende die zwei Punkte mit 27:25.

Mit Rivera, Arino und Figueras erzielten gleich drei Spanier jeweils vier Tore und waren damit zugleich die besten Schützen ihres Teams. Bei Ungarn zeigte Bence Banhidi mit 6 Toren aus 7 Versuchen eine starke Leistung.

Spanien führt mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel die Gruppe D nach wie vor an und ist bereits für die Hauptrunde qualifiziert, Zum Abschluss trifft man am Mittwochabend auf Dänemark. Mit einem Sieg würde man vier Punkte in die nächste Turnierphase mitnehmen und einen großen Schritt in Richtung Halbfinale machen.