Schweden und Frankreich marschieren weiter in Richtung Halbfinale

Nikola KARABATIC
Nikola KARABATIC / DC Press / Shutterstock.com

Frankreich und Schweden haben mit souveränen Siegen am 2. Hauptrundenspieltag einen großen Schritt in Richtung Halbfinale gemacht. Während sich Frankreich einen 39:30-Sieg gegen Serbien sicherte, setzte sich Schweden mit 29:20 gegen Weißrussland durch. Beiden Mannschaften reicht zum Abschluss der Hauptrunde bereits ein Unentschieden um sich für die Runde der letzten vier zu qualifizieren.

So langsam aber sicher neigt sich die Hauptrundenphase bei der Handball-EM 2018 dem Ende zu und der Kampf um die Halbfinalplätze wird immer spannender. Mit Frankreich und Schweden haben gestern zwei Mannschaften jeweils einen großen Schritt in Richtung Halbfinale gemacht, beide Teams blieben ihre Favoritenrolle gerecht und feierten souveräne Siege.

Luka Karabatic und Raphael Caucheteux führen Frankreich zum Sieg

Als einziges unbesiegtes Team bei der Handball-EM 2018 ging Frankreich gestern Abend als großer Favorit in das Spiel gegen Serbien. Die Partie begann jedoch zunächst äußerst untypisch. Luka Karabatic erhielt bereits im ersten Angriff der Serben, nach nur 25 Sekunden, eine 2-Minutenstrafe. 90 Sekunden wurde musste Serbiens Mijaijlo Marsenic nach einem harten Foulspiel gegen Kentin Mahe vorzeitig mit rot von der Platte verwiesen.

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem Serbien beim Spielstand von 7:7 in der 15 Minute mithalten konnte. Ab der Mitte der ersten Hälfte zog Frankreich jedoch vor allem in der Defensive die Zügel an und erspielte sich von Minute zu Minute einen Vorsprung. Zur Halbzeitpause lag man bereits mit 19:12 in Front.

Auch nach dem Seitenwechsel zeichnete sich ein ähnliches Bild ab, während Serbien immer größere Schwierigkeiten hatte in der Offensive zum Torabschluss zu kommen, tat sich Frankreich deutlich einfacher. Nach 45. Minuten lag Les Experts mit 29:20 in Front und das Spiel war bereits vorzeitig entschieden. In der Schlussphase kam immer mehr die zweite Mannschaft der Franzosen zum Einsatz, welche jedoch keine Probleme hatte Serbien nach wie vor auf Distanz zu halten. Am Ende setzte sich der Weltmeister verdient mit 39:30 durch.

Mit jeweils 7 Toren zeigten Luka Karabatic und Raphael Caucheteux eine starke Leistung und führten Frankreich zum Erfolg. Bei den Serben trafen Nemanja Zelenovic (7 Tore) und der Berliner Petar Nenadic (6 Tore) am häufigsten.

Mit 2 Siegen aus der Vorrundenphase und 2 Siegen aus der Hauptrunde liegt Frankreich auf Platz 1 in der Hauptrundengruppe I. Zum Abschluss der Hauptrundenphase trifft man morgen Abend auf Gastgeber Kroatien. Mit einem Sieg würde man als Gruppensieger ins Halbfinale einziehen, auch ein Unentschieden würde bereits ausreichen. Bei einer Niederlage droht Frankreich jedoch auch noch das vorzeitige EM-Aus.

Schweden feiert Pflichtsieg gegen Weißrussland

Auch die schwedische Nationalmannschaft ist ihrer Favoritenrolle gestern Abend gerecht geworden und hat sich deutlich mit 29:20 gegen Außenseiter Weißrussland durchgesetzt. Die Skandinavier übernahmen von Anfang an das Heft des Handelns und lagen bereits nach 9 Minuten mit 6:2 in Vorsprung. Weißrussland kämpfte sich zwischenzeitlich auf -2 heran, zur Halbzeitpause stand es jedoch 16:11 für Schweden. Überragende Mann auf Seiten der Schweden in der ersten Hälfte war Torhüter Andreas Palicka, der auf 11 parierte Würfe kam und eine Quote von 48 Prozent.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitt gelang es den Osteuropäern den Rückstand erneut auf -2 zu reduzieren, doch sobald Schweden in der Defensive wieder etwas mehr Druck aufbaute zog man erneut davon. Nach 45 Minuten stand es 23:16 und die Partie war bereits zu diesem Zeitpunkt so gut wie entschieden. Die Tre Kronen ließen in der Schlussphase nichts mehr anbrennen und sicherte sich am Ende einen Sieg mit neun Toren Vorsprung.

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SwedenwonoverBelarus 29:20 atthe29th gameoftheEHF EURO 2018.
Didyoumiss it? Let’s watchagainthehighlightsofthematch! vs@hlandslaget pic.twitter.com/E9m9W4ogpO

— EHF EURO (@EHFEURO) 22. Januar 2018

Matchwinner auf Seiten der Schweden war Torhüter Palicka, der vor allem in der ersten Hälfte mit seinen Paraden seinem Team ermöglichte davonzuziehen. Auch im zweiten Spielabschnitt bewahrte Palica die Weißrussen davor die Partie nochmals zu drehen. Am Ende kam der Goalie auf starke 20 Paraden, darunter auch zwei 7-Meter. Mit jeweils 4 Toren waren Albin Lagergren und Hampus Wanne die besten Werfer für Schweden. Auch bei den Weißrussen kamen Karalek und Kulesh auf jeweils 4 Tore.

Weißrussland hat mit der Niederlage keine Chance mehr den Sprung ins Halbfinale zu schaffen. Schweden hingegen hat sich vor dem letzten Hauptrundenspiel gegen Norwegen eine sehr gute Ausgangslage verschafft. Mit einem Sieg im skandinavischen Derby könnte man sich den Einzug in die Runde der letzten vier sichern. Je nach dem Ausgang der Partie zwischen Kroatien und Frankreich würde den Tre Kronen unter Umständen bereits auch ein Unentschieden reichen.