Slowenien gewinnt 28:19 gegen Montenegro und löst sein Hauptrunden-Ticket

Veselin Vujovic
Foto: Petrol d.d. / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Slowenien hat sich am letzten Vorrundenspieltag mit einem souveräne 28:19-Erfolg gegen Montenegro den ersten Sieg bei der Handball-EM 2018 gesichert und damit auch den Sprung in die Hauptrunde geschafft.

In den slowenischen Sportmedien ging es in den vergangenen Tagen hoch her. Sowohl der slowenische Handballverband als auch die Spieler haben sich nach dem dramatischen 25:25-Unentschieden gegen Deutschland benachteiligt gefühlt. Zwei Proteste bei der Europäischen Handball-Förderation wurden gegen die Wertung des Spiels eingelegt, beide jedoch abgewiesen. Zwischenzeitlich drohte der WM-Dritte von 2017 das Turnier zu verlassen, am Ende entschied man sich jedoch weiter zu machen.

Mit einem 28:19-Sieg gegen Montenegro gestern Abend hat Slowenien seinen ersten Sieg bei der EURO eingefahren und sich damit zeitgleich als Drittplatzierte in der Gruppe C noch für die Hauptrunde qualifiziert.

Mit Wut im Bauch zum Kantersieg

Der Frust nach dem Last Second-Unentschieden gegen Deutschland war den slowenischen Spielern sichtlich anzumerken und in der ersten Spielhälfte hemmte dies die Mannschaft sicherlich auch davor gegen den Außenseiter aus Montenegro so zu spielen wie man es noch gegen Deutschland gesehen hatte.

Es entwickelte sich eine enge Partie, bei der Slowenien zwar immer leicht in Front lag, jedoch nie wirklich davonziehen konnte. Zur Halbzeitpause stand es 12:11 für Slowenien.

Im zweiten Spielabschnitt änderte sich jedoch das slowenische Spiel, allen voran in der Offensive präsentierte man sich deutlich effizienter und treffsicherer. Nach 41 Minuten lag man beim Spielstand von 20:16 mit +4 in Front und diese Führung gab man im weiteren Verlauf der Partie nie wieder aus der Hand. Im Gegenteil, in der Schlussphase konnte man diese kontinuierlich weiter ausbauen, so dass es am Ende deutlich 28:19 aus Sicht von Slowenien endete. Kurios ist dabei die Tatsache, dass in den letzten vier Minuten der Partie keines der beiden Teams noch ein Tor erzielen konnten.

Bester Schütze auf Seiten der Slowenen war Gasper Marguc, der 6 Treffer aus 6 Versuchen erzielte. Auch Marko Bezjak zeigte auf den Außen mit 5 Toren aus 6 Versuchen eine starke Leistung. Unterstützt wurde das Team von Veselin Vujovic, wie gegen Deutschland auch, vom starken Urban Lesjak im Tor, der auf 41 Prozent gehaltene Würfe kam. Bei Montenegro stemmte sich Vasko Sevaljevic mit 6 Toren (9 Versuche) gegen die Niederlage.

Für Slowenien geht es morgen Abend (20:30 Uhr) direkt weiter. In Varazdin trifft man auf Dänemark. Mit lediglich 1 Punkt aus der Vorrundenphase benötigt man drei Siege aus drei Spielen um das Wunder vom Halbfinale noch zu schaffen. Nach Dänemark warten noch Spanien und Tschechien auf die Alpenrepublik.