Split droht als Austragungsort für die Handball EM 2018 wegzufallen

Split droht als Austragungsort für die Handball EM 2018 wegzufallen
Foto: Ballota / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Aufgrund mangelnder Verträge zwischen dem kroatischen Handballverband HRS und der Stadt Split, droht die Küstenstadt als Austragungsort für die Handball EM 2018 wegzufallen. Der HRS und die Stadtverwaltung haben noch eine Woche Zeit um die nötigen Verträge bei der EHF vorzulegen. Laut HRS-Präsident Tomislav Grahovac gibt es bereits eine Einigung zwischen der Stadt und dem Verband.

Die Spaladium Arena in Split ist mit einer Kapazität von 12.000 Zuschauern, nach der Arena in Zagreb, die zweitgrößte (Sport)Halle in Kroatien und war von Anfang an fester Bestandteil der Handball EM 2018. Kroatischen Medienberichten zu Folge droht Split jedoch, sieben Wochen vor Beginn der EURO, als Austragungsort wegzufallen. Grund hierfür ist die bis dato fehlenden vertragliche Vereinbarung zwischen der Stadt und dem kroatischen Handballverband HRS.

HRS-Präsident Tomislav Grahovac betonte zwar, dass es eine grundsätzliche Einigung mit der Stadtverwaltung gibt, die Verträge jedoch noch nicht unterschrieben wurden seitens der Stadt: „Wir haben aktuell ein Problem mit der Stadt Split, weil uns keine unterzeichneten Verträge vorliegen. Den Austragungsvertrag müssen wir bis nächsten Montag der EHF vorlegen. Wir haben uns mit Split bereits über alle Bedingungen verständigt, aber formell gibt es noch keinen Vertag. Wir haben den Druck auf die Stadt erhöht und bereits vor zehn Tagen der Verwaltung die Dringlichkeit diesbezüglich erläutert. Wir haben jedoch bisher noch gar keine Rückmeldung erhalten wann der Vertrag unterzeichnet werden soll.“

Grahovac betonte zudem, dass aufgrund der derzeit unklaren Situation der Ticket-Vorverkauf für Split eingestellt wurde. Erst mit einem unterzeichneten Austragungsvertrag wird der Ticketverkauf wieder starten.

Insolvenzverfahren erschwert die EM-Organisation

Maßgeblich verantwortlich für die aktuelle Situation in Split ist das laufenden Insolvenzverfahren der Eigentums- und Betreibergesellschaft der Spaladium Arena. Die Stadt hat sich für rd. 120.000 Euro die Nutzung der Arena während der Handball EM 2018 gesichert. Weitere 20.000 Euro müssten in Sanierungsarbeiten an der Halle und in die Infrastruktur investiert werden. Doch weder die Stadt möchte diesen Betrag bezahlen, noch der insolvente Eigentümer.

In Split wird die Vorrundengruppe A beheimatet sein. In dieser Gruppe spielt unter anderem Gastgeber Kroatien, Schweden, Island und Serbien. Das EM-Eröffnungsspiel am 12. Januar 2018 zwischen Schweden und Island ist bereits ausverkauft, genauso wie die Partie zwischen Kroatien und Serbien am gleichen Tag.